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Bevor wir über eine Ablösung sprechen, schaffen wir gemeinsam Klarheit. Dabei verlassen wir uns nicht nur auf den Code, sondern kombinieren mehrere Quellen zu einem vollständigen Bild.
Mit Unterstützung von AI analysieren wir, wie die Applikation aufgebaut ist und welche Technologien im Einsatz sind. Dabei entstehen eine Abhängigkeitskarte über Module, Datenbank und Schnittstellen, eine Übersicht über Frameworks und Bibliotheken samt End-of-Life-Risiken und Sicherheitslücken sowie eine lesbare Darstellung der im Code verstreuten Geschäftsregeln. Technische Schulden lokalisieren wir dort, wo sie teuer werden.
Wir sichten, was an Unterlagen noch existiert – von Spezifikationen und Architekturskizzen bis zur Historie aus Ticketsystem und Versionsverwaltung – und gleichen sie gegen den tatsächlichen Code ab. Wo Dokumentation und Realität auseinanderlaufen, entstehen bei einer Migration die Überraschungen. Fehlt die Dokumentation ganz, ist das kein Hindernis: Der Code bleibt die verlässliche Quelle.
Ergänzend zur technischen Analyse führen wir Gespräche mit den Personen, die die Applikation heute nutzen. So gewinnen wir ein initiales Verständnis davon, wozu die Applikation eigentlich dient und wie sie im Alltag eingesetzt wird – Wissen, das im Code allein oft nicht sichtbar ist.
Wir klären früh, welche Vorgaben die Applikation erfüllen muss – etwa Datenschutz nach DSG und DSGVO, Aufbewahrungs- und Protokollierungspflichten, Revisionsfähigkeit oder branchenspezifische Auflagen. Diese Anforderungen fliessen in die Variantenbewertung ein, statt erst bei der Umsetzung aufzutauchen.
Auf Wunsch beziehen wir auch die verwalteten Daten ein, um frühzeitig abzuschätzen, welche Datenbereinigungen bei einer Migration nötig werden. Dieser Schritt ist kein Bestandteil der Kernanalyse.
Erste Testfälle für das heutige Verhalten ableiten
Was leistet die Applikation heute tatsächlich? Aus Code, Dokumentation und Anwendergesprächen leiten wir erste Testfälle für die zentralen Abläufe ab – kein vollständiges Testfallset, sondern eine Grundlage, die unabhängig von der gewählten Variante nutzbar bleibt und in Phase 2 ausgebaut wird.
Am Ende dieser Phase erhalten Sie:
Damit haben Sie die verlässliche Grundlage für Ihren nächsten Entscheid – auch dann, wenn Sie sich vorerst gegen eine Modernisierung entscheiden.
Die initiale Analyse dauert je nach Grösse der Applikation rund 2-3 Wochen ab Erhalt des Quellcode-Zugriffs.